Brauch ich das oder kann das weg? Plastik

Es gibt so viele Dinge, die ich besser machen könnte. Mehr lesen, mehr Sport, netter sein zu mir selbst, mehr Bioprodukte kaufen und, und, und. 

Was soll ich sagen, an manchen Tagen funktioniert es topp an anderen eher flopp, und ich hinterfrage immer wieder, was von dem jetzt wirklich wichtig für mich oder meine Umwelt ist. Den Veganismus habe ich zwar aufgegeben, bin aber Vegetarier geblieben. Ich kaufe Kleidung noch bei den großen Ketten, wähle aber viel genauer aus und kaufe entsprechend weniger. Unser Kühlschrank beherbergt Bioprodukte aber auch solche aus konventioneller Herstellung. Ich nehme an, das geht vielen von Euch auch so. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung zählt und ist besser als völlig unreflektiert und egozentrisch vor sich hinzuleben und auf alles nihilistisch zu pfeifen. Vor allem seit ich Mutter bin, hinterfrage ich noch mehr, was ich meiner Tochter vorleben und hinterlassen möchte.

Vor kurzem ist ein weiterer wichtiger Punkt auf meiner persönlichen Weltverbesserungsliste gelandet: Plastik. Ich weiß, I might be late to the party, is ja ’n alter Hut. Aber trotzdem: der Hammer, wieviel von dem Zeug wir als Drei-Personen-Haushalt kaufen, verbrauchen und wegschmeißen. Und der größere Hammer, quasi die Hau-den-Lukas-Ausgabe, ist ja: das Zeug werden wir und die Ozeane so gut wie nie wieder los. Millionen von Vögeln, Walen und anderen Meerestieren sterben jährlich an den Folgen des Plastik -Konsums und die Inhaltsstoffe sind bekanntermaßen auch für Menschen extrem gesundheitsgefährdend.

Man könnte das Problem jetzt von sich schieben und behaupten, dass die Großkonzerne die meiste Schuld trifft und das eigene Tun ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Ehrlich gesagt, könnte aber mindestens einer dieser Plastikdeckel im Bauch der Vögel auf Midway Island von meiner Mineralwasserflasche stammen – who knows?

Midway from Reflecta Festival on Vimeo.

Also, was kann und werde ich machen? Was ist für mein Leben realistisch?

1. So oft wie möglich Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen

 

2. Keine Plastiktüten im Supermarkt kaufen (Penny, Rewe, Lidl und Aldi bieten z. B. gar keine mehr an)

 

3. Tupper-, Glas, Bambus- oder Blechdosen zum einkaufen mitnehmen, statt Obst und Gemüse in Palstikbeutelchen zu verpacken. Die meisten Sorten brauchen ja von Haus aus keine Verpackung, bzw. bringen ihre natürliche mit 😉

 

4. Den Coffee to go im eigenen Becher mitnehmen, denn nicht nur die Deckel sind aus Plastik, sondern auch die meisten Becher haben innen eine Plastik-Beschichtung. (Ich liebe die Becher von keepCup, gibt es z.B. bei Avocado Store)

 

5. Statt Strohhalmen aus Plastik, Alternativen aus Stroh  (was liegt eigentlich näher?), Metall oder Papier (wie diese bezaubernden hier) nutzen

 

6. So weit es geht Kosmetika kaufen, die nicht in Plastik, sondern in Glastiegeln und -fläschchen gefüllt und mit Aludeckel verschlossen werden, kaufen (selbermachen geht natürlich auch, ist aber nicht so mein Ding)

 

7. Peeling ohne Mikroplastik-Partikel nutzen- Kleinvieh macht auch Mist, siehe Video 🙁

 

8. Wenn Plastikspielzeug, dann gebraucht kaufen und so oft wie möglich weiterverschenken

 

Die Liste lässt sich ganz sicher um einiges erweitern, aber ich fange gerade erst an, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Deshalb wird es diesbezüglich sicher noch ein paar mehr Artikel hier geben. Um mich inspirieren zu lassen, schaue ich öfter mal bei Menschen rein, die sich professionell und leidenschaftlich damit beschäftigen:

 

Wasteland Rebel – Shia bloggt über ihr Leben nach dem Prinzip Zero Waste und gibt spannende Tipps zu allen möglichen Aspekten. Außerdem zaubert sie auf Ihrem Instagram-Profil auch schöne bunte Food-Flatlays 🙂

 

Original Unverpackt  – Der Berliner Supermarkt verkauft Lebensmittel zum Selbstabfüllen und -einpacken. Es gibt einen Online Shop und ein eigenes Magazin mit vielen interessanten Artikeln zum Thema Zero Waste

 

Monomeer – „Der one-stop-shop für plastikfreies Einkaufen“, so nennt Gründerin Susan ihren Online Shop mit Artikeln für Büro, Haushalt und Körper – alles ohne Plastik.

2 Comments

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  1. 1
    Trang

    Esther, seit ich das Buch „The Glow“ entdeckt habe, ist Kosmetik-Selbermachen so einfach. Creme, Serum etc. werden unfassbar schnell zusammengemischt und meine Haut zickt nicht mehr

    • 2
      obuti

      Das buch kenne ich noch gar nicht, danke für den Tipp, Trang! Werde es mir mal ansehen und vielleicht doch noch zum „Mixer“ 😉

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